Achtung: nichts für prüde Gemüter!
Wir alle besitzen die Fähigkeit zur Kommunikation anhand von Worten.
Doch Worte sind nicht gleich Worte.
Seine Texte kann man geschwollen schreiben. Man kann sie mit exotischen Fremdwörtern schmücken, oder eine einfache, vulgäre Sprache nutzen.
Doch ab wann gilt eine Wortwahl als vulgär?
Ich möchte hier ein paar meiner Lieblingswörter aufzählen, die ich oft in normalen Sätzen gebrauche:
- Geil (“Das ist voll geil!”)
- Arsch (“Du bist so ein Arsch.” oder “Zieh dir mal diesen Knackarsch rein!”.)
- Fuck (“Fuck, voll vergessen!”)
- Scheisse (“Was soll die Scheisse?”)
Würdet ihr das als eine vulgäre Sprache bezeichnen? Und nutzt ihr solche Worte auch oft?
Um nochmal auf das Thema mit einer einfachen, vulgären Sprache in Texten zurück zukommen:
Mir fällt auf, dass in letzter Zeit Bücher mit einer solchen Sprache immer beliebter werden. Vorallem im Deutschen Sprachraum stosse ich immer wieder auf Bücher über egoistische Menschen und deren Lebensansichten, die oft leicht depressiv-zynisch-sarkastisch angehaucht sind. Und auf jeder Seite liest man sicher einmal “Scheisse” und einmal “Bumsen” oder “Ficken”.
Zu beginn war auch ich sehr begeistert von dieser “Tabulosen” Sprache, die in diesen Büchern gesprochen wird.
Doch jetzt frage ich mich, wieso sind wir für etwas so banales zu begeistern?
Schliesslich reden einige in meiner Umgebung so.
Ich vermute dass die Gesellschaft heutzutage noch immer relativ prüde ist, vorallem was die Aussprache betrifft.
Alles, was “vulgär” ist, ist doch schlussendlich einfach nur sehr direkt, oder nicht?
Ich meine, nur weil man zu Scheisse “Exkremente” sagt, duftets auch nicht besser, oder?
Aber bitte schliesst jetzt nicht aus diesen Worten, dass ich mich nicht an einer gesitteteren Sprache bedienen kann.
(Vorallem dank meiner Vorliebe für Fantasy Romanen. Und da sage einer, die seien nicht Lehrreich.)
Ich rede eben nicht mehr gerne um den heissen Brei rum. Je direkter ich bin, desto kleiner ist die Chance, dass ein Missverständnis entsteht. Und sonst neige ich irendwie dazu, mich so auszudrücken, dass man mich missversteht.
Zum Schluss, hier mein persönliches Lieblings-Vulgär-Pervers-Buch, inklusive Leseprobe. Achtung: nichts für prüde Gemüter!
Ich hab mich beim lesen kaputt gelacht. Jetzt wird mal ersichtlich, wie tief mein Humor-Niveau ist. |D
Damit ihr wisst, um was es geht, hier noch ein Vorwort:
Was tut einer, nachdem er einen Bestseller über seine Sauf- und Sexeskapaden geschrieben hat und dadurch reich und berühmt geworden ist? Er feiert das, indem er noch mehr trinkt und irrsinnig viel Sex mit irrsinnig vielen weiteren Frauen hat. Und schon ist das nächste Buch da! “Arschlöcher kommen immer zuerst” setzt da an, wo “Und in der Hölle mach ich weiter” aufgehört hat – und legt sogar noch eine Schippe drauf. In 25 wahren Geschichten widmet sich Tucker unter anderem den folgenden dringlichen Fragen:
· Wie schläft es sich mit einer Kleinwüchsigen?
· Bei welcher Zahl von Jungfrauen hört das Entjungfern auf, Spaß zu machen, und beginnt, sich wie Arbeit anzufühlen?
· Welche Reaktion ist angemessen, wenn ein Mädchen, das du vor drei Stunden kennengelernt hast, sich deinen Namen in ihre Schamgegend tätowiert?
· Wie ist ein Dreier mit Zwillingen?
· Kann man einen Blowjob röntgen?
Nur ein Mann verfügt über den nötigen Erfahrungsschatz, um uns diese und viele andere spannende Fragen zu beantworten: Er heißt Tucker Max, und er ist immer noch ein Arschloch.
Sagt nicht, dass ich euch nicht gewarnt hab.
Liebe Grüsse
Karais
Morgens um 4 in der Schweiz
Ich liege zusammen gekrümmt im Bett, meinen schmerzhaften Bauch fest umschlungen. Hungerbauchweh, ARGH!!!
Also, Decke zurückschlagen, sich am grummelnden Freund vorbei kämpfen und ab in die Küche, morgens um 4 Uhr. (Mysterium Karais: Wieso hab ich morgens um 4 Uhr Hungerbauchweh? o___O)
Ich kau auf den Brotresten vom Abend rum (yummie…) und spühl es mit einem Schluck Milch runter. Und ab, zurück ins Bett taumeln.
Gerade kuschel ich mich wieder unter die warme Decke, seufze (endlich vom Bauchweh befreit) Glücklich und will weiter pennen. Als plötzlich aus dem Nichts ein gekreische und geschreie anfängt und ich sofort im Bett stehe. Nun bewegt sich auch mein Freund, murmelt irgendwas, schlägt die Decke zurück und schleppt sich mal richtung Badezimmer. Ich sitz aufrecht und starre aus dem Fenster in die Nacht.
Was zum Teufel schreit und kreischt morgens um 4 Uhr vor meinem Fenster???
Ich und mein Freund haben folgende Theorien aufgestellt:
1: Wir wohnen direkt neben dem Friedhof, das sagt doch schon alles.
2: Wir wohnen in einem Katzenparadies, da gibt es schon so böse Fights. Aber ich hab schon Katzen kämpfen hören und sehen, das klang völlig anders.
3: Es gibt bestimmt auch Marder. Aber auch hier gilt das selbe wie bei den Katzen.
4: Es klang eigntlich nach einem Kind. Oder einem sehr merkwürdigen Tier. Aber was machen Kinder um diese Zeit draussen? Und noch viel wichtiger: weshalb kreischen die? o__o
5: Die Kinder die im Haus wohnen, hatten einen üblen Albtraum und erwachten davon schreiend und kreischend. Mein Freund behauptet, er hätte im Stockwerk über uns nach dem Gekreische Leute murmeln hören.
So, des Rätsels Lösung ist uns unbekannt. Mal sehen wies dann nächste Nacht aussieht.
Was ich eigentlich eher noch ansprechen wollte: Was ist, wenn das nun tatsächlich ein Kind in Not gewesen wäre? Ich habe weder richtig raus geschaut, noch hab ich mir die Mühe gemacht, aus dem Haus zu gehen und den Block mal zu umrunden.
Rein theoretisch hätte jetzt ein Kind draussen sein können, bedrängt oder vergewaltigt von nem Typen, das Kind schreit und kreischt und die Bewohner in der Umgebung bleiben im Bett, verdrehen vielleicht sogar noch die Augen und schliessen das Fenster für die Nachtruhe.
Also das ist jetzt ziemlich übertrieben, aber doch hätte es letzte Nacht so ablaufen können.
Ist euch sowas schonmal passiert? Dass ihr jemand schreien hörtet, dann zur Sicherheit nachschauen ginget und dann tatsächlich ein Mann in Not traffet?
Oder vielleicht sogar das Gegenteil? Dass ihr in Not wart, geschrien und gekreischt habt und dann jemand nachschauen kam?
Mir selber wurde von meinen Eltern immer eingebläut: Schrei beim spielen zum Spass nie laut um Hilfe. Denn sonst nehmen mich die Nachbarn nicht mehr ernst, wenn ich wirklich nach Hilfe rufe .
Ich habe mir das sehr zu Herzen genommen und bin dann immer sehr resigniert, wenn ich Kinder mit Hilfe-Rufen spielen sehe, weil ich dann immer an das denken muss, was damals meine Eltern zu mir sagten.
So, Punkt, Strick, Komma. Was sagt ihr zu diesem Thema?
Liebe Grüsse
Karais





